Belagerung von Port Hudson
| Belagerung von Port Hudson | |||||||||||||||||
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| Teil von: Sezessionskrieg | |||||||||||||||||
| Datum | 22. Mai bis 9. Juli 1863 | ||||||||||||||||
| Ort | East Baton Rouge Parish und East Feliciana Parish, Louisiana USA | ||||||||||||||||
| Ausgang | Sieg der Union | ||||||||||||||||
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Die Belagerung von Port Hudson war eine militärische Operation im Amerikanischen Bürgerkrieg, die vom 22. Mai bis 9. Juli 1863 bei Port Hudson in Louisiana stattfand. Sie war Teil der Bemühungen der Unionsstreitkräfte, den Mississippi zu kontrollieren.
Die Nordstaaten hatten 1862 entlang des Flusses mehrere Erfolge errungen. Im Frühjahr 1863 verblieben daher nur noch Port Hudson und das weiter nördlich gelegene Vicksburg als konföderierte Bastionen, die den Fluss für die Union sperrten und der Konföderation den Transit von Waren und Truppen über den Fluss erlaubten. Unionstruppen unter Generalmajor Nathaniel Prentiss Banks umschlossen die von Generalmajor Franklin Gardner befehligte konföderierte Garnison im Mai 1863. Zwei Sturmangriffe der Nordstaaten am 27. Mai und 14. Juni scheiterten, aber Gardner kapitulierte nach einer 48-tägigen Belagerung schließlich am 9. Juli 1863.
Zusammen mit dem Erfolg General Ulysses S. Grants bei Vicksburg machte der Sieg bei Port Hudson den Mississippi entlang seiner gesamten Länge wieder für die Nordstaaten schiffbar und zerschnitt die Konföderation in zwei Teile. Zugleich markierte der Sturmangriff am 27. Mai den ersten größeren Einsatz schwarzer Soldaten im Amerikanischen Bürgerkrieg. Er unterstrich ihre militärische Leistungsfähigkeit und beschleunigte die Aufstellung weiterer Einheiten für das Unionsheer.
Vorgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vormarsch der Union entlang des Mississippi
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Die Kontrolle des Mississippi war im Amerikanischen Bürgerkrieg für beide Seiten von großer Bedeutung. Für die Nordstaaten des Mittleren Westens bot der Fluss über den Hafen New Orleans Zugang zu den Weltmärkten. Die Sezession der Mississippianrainer Arkansas, Louisiana, Tennessee und Mississippi Anfang 1861 gefährdete diesen Marktzugang und die gesamte landwirtschaftlich geprägte Wirtschaft des Mittleren Westens.[5] Die Sorge um diesen Marktzugang führte im Mittleren Westen während des Krieges teilweise zu Forderungen, sich dem Süden anzuschließen oder zumindest einen Separatfrieden zu verhandeln.[6] Die Kontrolle des Mississippi war deswegen sowohl wirtschaftlich als auch politisch wichtig für die Nordstaaten. Sie bot außerdem die Chance, die abtrünnigen Konföderierten Staaten von Amerika in zwei Teile zu spalten. Dadurch würde die Lieferung von Kriegsmaterial über Mexiko und Texas zu den Hauptkriegsschauplätzen in Tennessee und Virginia verhindert.[7] Die Bedeutung des Flusses war auch den Konföderierten bewusst. Sie errichteten eine Reihe von Befestigungsanlagen, die sich von Columbus in Kentucky über New Madrid, Island No. 10, Fort Pillow in Tennessee und Vicksburg in Mississippi bis unterhalb von New Orleans erstreckten.[8]
1862 gelang es den Nordstaaten, die Südstaatler entlang des Flusses sowohl von Norden als auch Süden her zurückzudrängen. Aufgrund der Erfolge von Ulysses S. Grant in den Schlachten von Fort Henry und Donelson im Februar mussten die Konföderierten Columbus räumen. Der Schutz des Mississippi von Norden her fiel nun Island No. 10 zu. Dieses wurde jedoch am 7. April von John Pope zur Aufgabe gezwungen, wobei 7.000 Südstaatler in Gefangenschaft gingen. Fort Pillow wurde geräumt, nachdem die Südstaatler Corinth evakuieren mussten, und am 6. Juni besiegte eine nordstaatliche Flottille die Konföderierten bei Memphis und besetzte die Stadt. Von Süden her hatte unterdessen Flaggoffizier David Glasgow Farragut mit seiner Flotte am 24. April die konföderierten Sperren flussabwärts von New Orleans durchbrochen und die Kapitulation der Stadt erzwungen. Landtruppen unter General Benjamin Butler besetzen New Orleans, während Farragut weiter flussaufwärts fuhr und auch die Kapitulation von Baton Rouge und Natchez erzwang.[9] Damit war entlang des Mississippi nur noch Vicksburg in konföderierter Hand. Die Stadt widerstand jedoch einem Bombardement der US-Flotte am 26. Juni. Unterstützt von dem neu gebauten Panzerrammschiff CSS Arkansas konnten die Uferbatterien der Konföderierten die US-Flotte im Juli zum Abbruch des Angriffs bringen.[10]
Kampf um Baton Rouge und die Befestigung von Port Hudson
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Die Initiative ging nun wieder auf die Konföderierten über. General Earl Van Dorn, der konföderierte Befehlshaber in Vicksburg, wollte seine Position stärken und befahl einen Angriff auf Baton Rouge durch die Truppen der Generäle Daniel Ruggles und John Cabell Breckinridge. Der Angriff scheiterte am 5. August, und Breckinridge musste sich zurückziehen. Auf seine Anweisung besetzten die Konföderierten jedoch das Dorf Port Hudson, etwa 40 Kilometer nordwestlich und flussaufwärts von Baton Rouge.[11]
Port Hudson war eine kleine Hafensiedlung am Ostufer des Mississippi, der hier eine 150-Grad-Biege machte. Pro Jahr wurden in dem Dorf etwa 30.000 Ballen Baumwolle umgeschlagen, und dank dieses Handels war es auf etwa 200 Einwohner angewachsen. Neben der Anlegestelle für Dampfschiffe gab es im Ort auch eine Fähre ans Westufer und eine Eisenbahnverbindung ins rund 30 Kilometer nordöstlich gelegene Clinton. Straßen führten unter anderem nach Clinton, Bayou Sara und Baton Rouge.[12] Auch im Krieg blieb Port Hudson ein wichtiger Handelsplatz: Salz, Zucker, Tabak und andere Güter wurden hier angelandet, mit der Eisenbahn nach Clinton gebracht und von dort mit Ochsenkarren nach Jackson weitertransportiert. Aufgrund seiner geographischen Lage war der Ort außerdem ausgezeichnet für eine Befestigung geeignet: Zum einen lag er an einer markanten Flussbiegung, zum anderen auf einem 18–25 Meter hohen Steilufer, das das Westufer dominierte und den Ort zu einer natürlichen Festung machte. Der Fluss verlief hier außerdem so, dass Schiffe sich bei der Umrundung der Biege nah am Ostufer halten mussten. Auch strategisch war Port Hudson eine äußerst günstige Position: Hier konnte das 180 km flussaufwärts gelegene Vicksburg vor Angriffen aus Süden geschützt werden, und zwischen den beiden Orten lag die Mündung des Red River[13] die dadurch abgeschirmt war.[14] Diese Mündung war von hoher Bedeutung: Güter westlich des Mississippi wurden zumeist an den Red River transportiert. Von dort führte die Route in den Mississippi, nach Vicksburg und dann mit der Eisenbahn in den östlichen Teil der Konföderation.[15]
Am 15. August bezogen die ersten Truppen unter Brigadegeneral Ruggles Stellung in Port Hudson und begannen schon kurz darauf mit den Schanzarbeiten. General Breckinridge wurde mit einem Großteil seiner Truppen nach Kentucky beordert, sodass Ruggles am 18. August den Befehl über Port Hudson erhielt. Er verfügte zu diesem Zeitpunkt über rund 1.500 Mann, aber kaum schwere Geschütze. Eine Verteidigungslinie wurde geplant, die aus mehreren Lünetten bestand, die etwa 400 Meter voneinander entfernt waren und sich gegenseitig unterstützen konnten. Die Südstaatler profitierten davon, dass die Landstreitkräfte der Nordstaaten in Louisiana zu diesem Zeitpunkt zu schwach für Offensivaktionen waren. Die Nordstaatler zogen sich stattdessen sogar aus Baton Rouge zurück, sodass die Konföderierten es am 20. August wieder besetzen konnten.[16]
Am 29. August 1862 wurde Ruggles nach Mississippi beordert, und Brigadegeneral William Beall übernahm den Befehl über Port Hudson.[17] Unter ihm gingen die Arbeiten weiter, und bis Oktober hatten die Konföderierten 14 schwere Geschütze in Port Hudson konzentriert, darunter ein 42-Pfünder, eine 10-Zoll-Coumbiad und eine 8-Zoll-Columbiad. Daneben verfügten sie über vier Batterien mit 22 Feldgeschützen.[18] Organisatorisch bildete Bealls Kommando ab Oktober 1862 das dritte Distrikt des Wehrbereichs Mississippi und Ostlouisiana. Das Distrikt war für die Verteidigung von Südwestmississippi und von Louisiana östlich des Mississippi verantwortlich, der Schwerpunkt war jedoch Port Hudson. Bealls Vorgesetzter war General John C. Pemberton, der Kommandeur des Wehrbereichs Misissippi und Ost-Louisiana. Unter Beall wurde eine neue Verteidigungslinie konzipiert: Die ursprünglich geplante Lünetten-Linie wäre fast 13 Kilometer lang gewesen und hätte etwa 35.000 Mann zur Verteidigung benötigt. Beall entschied sich dagegen für eine kürzere Linie von etwa 7 Kilometern, die aus einer durchgängigen Brustwehr mit Graben bestand. Auch diese kürzere Linie erforderte 18.000–20.000 Soldaten. Beall verfügte im Oktober 1862 allerdings nur über rund 2.500 Mann in Port Hudson.[19] In den folgenden Monaten verstärkten die Konföderierten die Garnison jedoch weiter. Im Dezember 1862 wurde Generalmajor Franklin Gardner zum neuen Kommandeur des Distriktes ernannt, und im März konnte er über vier Brigaden unter den Generälen William Beall, Samuel B. Maxey, John Gregg und Albert Rust verfügen.[20] Im selben Monat meldete Gardner eine Verpflegungsstärke von rund 20.000 Mann.[21]
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Auch die Nordstaaten erhielten Verstärkung und einen neuen Kommandeur. General Butler, der bisherige Kommandeur der Union in Louisiana, hatte ein strenges Besatzungsregime geführt und damit nicht nur die lokale Bevölkerung, sondern auch die Konsuln ausländischer Staaten verärgert. Außerdem hatte Präsident Lincoln nicht genug Vertrauen in seine militärischen Fähigkeiten. Am 8. November ersetzte er ihn deswegen durch Generalmajor Nathaniel Banks. Wie Butler war auch Banks ein ehemaliger Politiker, der bei Kriegsbeginn zu hohem Rang gekommen war. In seinen ersten Feldkommandos war er nicht erfolgreich gewesen und war 1862 sowohl im Shenandoah-Feldzug als auch in der Schlacht am Cedar Mountain besiegt worden.[22] Politische Gründe spielten möglicherweise auch eine Rolle bei seiner Versetzung an die Spitze des Wehrbereichs Golf: Lincoln wollte das besetze Louisiana als Experimentierfeld dafür benutzen, wie die abtrünnigen Südstaaten wieder in die Union eingegliedert werden können, und in dieser Hinsicht vertraute er auf Banks. Banks brachte aber auch 10.000 Mann Verstärkung mit sich und den eindeutigen Auftrag, den Mississippi zu öffnen. Er sollte dabei mit General Grant zusammen arbeiten, der gegen Vicksburg operierte. Dabei wurde keine klare Trennlinie zwischen dem von Norden her kommenden Grant und dem von Süden her vorstoßenden Banks gezogen.[23] Banks als ranghöherer General wurde stattdessen ermächtigt, den Befehl so weit zu übernehmen, wie er nach Norden vorrückte.[24]
Banks wollte ursprünglich sofort gegen Port Hudson losschlagen, dessen Stärke er bei seiner Ankunft auf 12.000 Mann schätzte.[25] Er schickte eine Kolonne unter General Grover gegen Baton Rouge. Die Konföderierten hatten zu diesem Zeitpunkt nur etwa 5.500 Mann bei Port Hudson und räumten Baton Rouge kampflos.[26] Es gelang ihnen aber, Banks die Fehlinformation zuzuspielen, dass ihre tatsächliche Stärke bei 23.000 Mann lag. Banks zögerte deswegen mit einem weiteren Vormarsch, zumal er erst die Disziplin seiner Soldaten verbessern wollte.[27] Seine Aufgabe war außerdem äußerst komplex: Er war nicht nur Befehlshaber der Truppen des Wehrbereichs Golf, sondern auch militärischer Gouverneur von Louisiana. Damit war er sowohl mit der Planung seiner Operationen, als auch mit dem Aufbau einer der Union loyalen zivilen Administration beschäftigt. Darüber hinaus konnte er nicht alle seine Truppen ins Feld führen, sondern musste an verschiedenen Punkten Garnisonen unterhalten. In den ersten Monaten seines Kommandos konzentrierte er sich deswegen auf den Aufbau der Verwaltung und eines Vorrats an Nachschubgütern.[28] Seine Truppen organisierte er zum XIX. Armeekorps.[29] Während manche Historiker es als einen Fehler ansehen, dass Banks nach seiner Ankunft nicht sofort gegen Port Hudson zog[30] oder ihm zumindest gute Chancen bei einem Landangriff im Dezember attestieren,[31] bewerten andere sein Vorgehen als korrekt.[32]
Durchbruchsversuch der Unionsmarine
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Bereits im August und September 1862 hatten zwei Kriegsschiffe der Unionsmarine Port Hudson zu Aufklärungszwecken passiert und sich dabei mit den konföderierten Geschützstellungen duelliert. Im November und Dezember kam es zu weiteren Feuergefechten zwischen Schiffen der Union und Landstellungen der Konföderierten.[33] Anfang 1863 fuhr die USS Essex alle rund 10 Tage an die konföderierte Festung heran und feuerte ein paar Schüsse ab. Die Konföderierten antworteten darauf meistens nur mit Gewehrfeuer, weil Gardner die Position seiner schweren Geschütze nicht preisgeben wollte.[34] Schwerwiegender für die Südstaaten in Port Hudson war, dass zwei Unionsschiffe im Februar von Norden her Vicksburg passierten und den Red River blockierten. Dabei wurden auch zwei konföderierte Schiffe versenkt, die mehrere Wochenladungen Nahrungsmittel für die Garnison Port Hudsons trugen. Den Konföderierten gelang es schließlich jedoch, beide Schiffe zu erobern. Damit brachten sie den Mississippi zwischen Vicksburg und Port Hudson mitsamt der Mündung des Red River wieder unter ihre Kontrolle.[35] In der Folge verbesserte sich auch die Verpflegungssituation der Garnison wieder, die zwischenzeitlich notdürftig über den Landweg versorgt worden war.[36]
Als Admiral Farragut vom Verlust der beiden Schiffe erfuhr, entschied er, mit seiner Flottille Port Hudson von Süden her zu passieren und die Blockade des Red River dadurch wiederherzustellen. Er bat Banks um Unterstützung in Form eines Ablenkungsangriffs auf der Landseite. Banks marschierte mit rund 12.000 Mann von Baton Rouge aus los.[37] Farraguts Flotte bestand aus den Sloops Hartford, Richmond und Monongahela, dem Seitenraddampfer Mississippi und drei kleineren Kanonenbooten. Zur Vorbereitung ließ er die Steuerbordseite der größeren Schiffe mit Ankerketten schützen. Die drei Kanonenboote wurden an die Backbordseite der Hartford, Richmond und Monongahela gebunden. Die großen Schiffe konnten so die kleineren Kanonenboote schützen. Gleichzeitig hatten die beiden Schiffe die Möglichkeit, sich gegenseitig zu befreien, falls eines auf Grund laufen sollte. Ursprünglich wollte Farragut den Durchbruchsversuch in den Morgenstunden des 15. März unternehmen, verlegte dies dann jedoch vor auf den Abend des 14. März. Zu diesem Zeitpunkt war Banks jedoch noch nicht in einer Position für seinen Ablenkungsangriff.[38]
Farraguts Schiffe trafen auf einen vorbereiteten Gegner. Die Konföderierten erzündeten Leuchtfeuer und nahmen die Unionsflottille unter Beschuss. Farraguts Flaggschiff, die Hartford, lief in der Flussbiege auf Grund, kam aber wieder frei und schaffte es gemeinsam mit dem Kanonenboot Albatros an den Batterien vorbei. Die Richmond dagegen erhielt einen Treffer in die Dampfventile und machte keinen Dampf mehr, woraufhin sie gemeinsam mit dem Kanonenboot Genesee abdrehen musste. Das Ausweichen der beiden Schiffe führte zu Verwirrung bei dem folgenden Paar. Dieses bestand aus der Monongahela und dem Kanonenboot Kineo, die beide auf Grund liefen. Auch sie konnten sich befreien. Dabei überhitzten jedoch die Maschinen der Monongahela. Die Kineo alleine vermochte die beiden Schiffe nicht gegen die Strömung vorwärtsbewegen, und auch dieses Paar zog sich flussabwärts zurück. Als letztes Schiff fuhr sich auch die USS Mississippi im Schlamm fest, wurde von den Konföderierten in Brand geschossen und musste aufgegeben werden. Das Schiff trieb flussabwärts, bis die Flammen sein Magazin erreichten und es explodierte.[39]

Auf den sieben Schiffen der Nordstaaten waren 113 Männer vermisst, verwundet oder tot, die Konföderierten hatten 25 Verluste zu beklagen. Eine Frau und ein Kind, die vor dem Beschuss der Unionsschiffe fliehen wollten, waren außerdem in den Little Sandy Creek gefallen und ertrunken.[40] Farragut war es nicht gelungen, das Gros seiner Flottille an den Batterien von Port Hudson vorbeizubringen, aber die beiden erfolgreichen Schiffe waren nun wieder in der Lage, die Red-River-Mündung zu blockieren.[41] Seine Hoffnung, die Garnison von Port Hudson dadurch zur Aufgabe zu zwingen, erfüllte sich jedoch nicht.[42] Sein Angriff hatte auch gezeigt, dass das Feuer von Kriegsschiffen allein die Batterien der Festung nicht niederhalten konnte.[43]
Banks' Operationen in Westlouisiana
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Banks zog sich danach wieder nach Baton Rouge zurück. General Grant bot an, ihm ein Armeekorps zu senden, wenn Banks die dafür nötigen Transportschiffe stellen konnte. Die Kommunikation zwischen Grant und Banks war jedoch langsam und schwierig, da sie durch konföderierte Truppen getrennt waren. Grants Nachricht an Banks wurde von einem Offizier überbracht, der Port Hudson in einem als Baum getarnten Ruderboot passierte. So dauerte es vier Wochen, bis Banks Grants Angebot erhielt. Banks war dem Vorschlag positiv gesinnt. Seine Antwort brauchte aber wiederum mehr als drei Wochen, um Grant zu erreichen.[44]
Auf Anregung seines Untergebenen Gottfried Weitzel hatte Banks in der Zwischenzeit einen Weg gefunden, über den er Port Hudson umgehen konnte. Er verlegte das Gros seiner Truppen – 16.000 Mann – nach Brashear City. Dort überschritt er den Atchafalaya und führte seine Truppen am Westufer des Bayou Teche nach Norden. Mitte April schlug er eine etwa 3000 Mann starke konföderierte Armee unter Richard Taylor bei Fort Bisland und zwang sie zum Rückzug. Banks' Truppen verfolgten Taylor hartnäckig und erreichten am 20. April Opelousas und am 7. Mai Alexandria am Red River. Eine Unionsflottille war in der Zwischenzeit den Atchafalaya hinaufgefahren, hatte dort ein konföderiertes Rammschiff versenkt und zwei Forts zerstört und war dann vom Atchafalaya in den Red River gefahren, wo sie sich mit Farraguts Schiffen vereinigte. Damit hatte Banks Port Hudson erfolgreich umgangen. Er hoffte nun, dass Grant ihm über den Lake Providence und andere Wasserwege ein Armeekorps und Transportschiffe zur Verstärkung schicken würde. Solcherart verstärkt könnte er dann zuerst Port Hudson überwältigen und dann Grant bei Vicksburg verstärken.[45] Am 12. Mai erfuhr Banks jedoch von Grant, dass dieser inzwischen den Mississippi in ostwärtiger Richtung überschritten hatte und bereits gegen Vicksburg operierte. Grant konnte Banks deswegen nicht nur keine Verstärkungen schicken, sondern bat ihn im Gegenteil, gegen Vicksburg zur Hilfe zu kommen.[46] Banks entschied sich zunächst dafür, Grant zu unterstützen. Aufgrund von mangelnden Transportkapazitäten für seine Truppen und der Sorge, New Orleans ungedeckt zu lassen, änderte er jedoch seine Meinung und setzte seine Streitmacht stattdessen gegen Port Hudson in Bewegung.[47]
Rückkehr nach Port Hudson
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgrund von Banks' Operationen im westlichen Louisiana war die Situation in Port Hudson nach Farraguts Durchbruch relativ ruhig geblieben. Banks hatte eine Garnison unter General Christopher C. Augur in Baton Rouge zurückgelassen, und Kriegsschiffe der Unionsmarine waren weiter auf Station und beschossen die konföderierte Festung gelegentlich.[48] Nach Farraguts Durchbruch mussten die Konföderierten außerdem ihr Lazarett verlegen. Bisher hatten sie Kranke und Verwundete über den Mississippi nach Bayou Sara gebracht und von dort per Bahn nach Woodville. Da der Flussweg nun zu gefährlich war, verlegten sie das Lazarett nach Clinton. Auch Nachschub musste wieder über den Landweg herangeschafft werden, was die Versorgungssituation schwierig machte.[49] Außerdem patrouillierte Unionskavallerie das Westufer gegenüber von Port Hudson, sodass dort keine Nahrungsmittel gesammelt werden konnten.[50]
Nachdem Grant auf dem Ostufer des Mississippi gelandet war und Vicksburg bedrohte, musste Gardner am 2. Mai zuerst eine Brigade an Pemberton abgeben und am 6. Mai auch noch eine zweite und weitere kleinere Einheiten. Auch Gardner selbst sollte nach Mississippi gehen und gab den Befehl an Beall ab. Pemberton schlug dem konföderierten Präsidenten Davis sogar die Evakuierung Port Hudsons vor, was Davis aber ablehnte: Für eine Verbindung mit dem Gebiet westlich des Mississippi müssten sowohl Vicksburg als auch Port Hudson gehalten werden. Pemberton schickte Gardner daraufhin wieder zurück nach Port Hudson und wies ihn an, den Ort „bis zum Letzten“ zu halten.[51]
Banks konzentrierte unterdessen Truppen aus drei Orten – New Orleans, Baton Rouge und vom Atchafalaya – gegen Port Hudson.[52] Am 20. Mai marschierte General Augur mit seinen Truppen in Baton Rouge los. Einen Tag später erreichte er Plains Store, östlich von Port Hudson. Hier kam es zum Kampf, und die Konföderierten konnten zunächst eines von Augurs Regimentern in die Flucht schlagen. Der Erfolg war jedoch nur von kurzer Dauer, und nach einem Gegenangriff der Nordstaatler mussten die Konföderierten sich in die Befestigungen von Port Hudson zurückziehen. Sie hatten rund 100 Mann verloren, Augur 150. Früh am nächsten Morgen landete Banks mit den Truppen der Atchafalaya-Expedition bei Bayou Sara, nördlich von Port Hudson. Trotz eines Sturmes rückte er vor, bis er die Kavalleriespitzen von Augurs Kolonne erreichte. Gleichzeitig landete General Thomas West Shermans Division bei Springfield Landing und nahm eine Stellung links von Augur ein, wo er den Weg nach Baton Rouge versperrte. Am Abend des 22. Mai war die Garnison von Port Hudson damit eingekesselt.[53]
Banks und sein Stab zeigten erhebliches Geschick mit der erfolgreichen Koordination von drei Angriffskolonnen.[54] Die Geschwindigkeit des Vorgehens könnte den Fall von Port Hudson ironischerweise verzögert haben. Schon am 19. Mai hatte General Joseph E. Johnston, Pembertons Vorgesetzter, Gardner angewiesen, die Stadt zu räumen. Gardner bat dagegen um Verstärkungen, woraufhin Johnston ihn am 23. Mai nochmals aufforderte, Port Hudson aufzugeben und die Garnison zu retten. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät und Port Hudson eingekesselt.[55] Auch ohne die konföderierte Evakuierung hatte Banks allerdings gute Chancen auf einen schnellen Sieg: Bank' Landung bei Bayou Sara hatte Gardner überrascht. Mit einem Angriff aus dieser Richtung hatten die Konföderierten nicht gerechnet und dort zwischen dem Mississippi und dem Little Sandy Creek eine rund eine Meile lange Lücke in ihren Befestigungen gelassen. Ungeschützt lag dort außerdem die Getreidemühle der Garnison. Banks war dies jedoch nicht bewusst. Gardner ließ den ungeschützten Sektor eilig befestigen. Teile seiner Truppen scharmützelten unterdessen mit Banks' Truppen, die den Belagerungsring enger zogen und einen Angriff vorbereiteten.[56] In der Nacht des 25. auf den 26. Mai forderte Banks Gardner zur Kapitulation auf, was dieser jedoch ablehnte.[57]
Verlauf der Belagerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Beteiligte Verbände
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Befehlshaber der Union und der Konföderation
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Generalmajor Nathaniel P. Banks, Kommandeur der nordstaatlichen Landstreitkräfte
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Konteradmiral David G. Farragut, Kommandeur der nordstaatlichen Marineeinheiten
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Generalmajor Franklin Gardner, Kommandeur der Konföderierten
Gardners eingeschlossene Garnison umfasste rund 5850 Mann, von denen 300 Mann die schweren Geschütze bemannten. Oberst I.G.W. Steedman befehligte den linken Flügel, der etwa 2100 Mann stark war. Das konföderierte Zentrum umfasste rund 2300 Mann und stand unter dem Befehl von General Beall, während der rechte Flügel unter Oberst William R. Miles 1150 Mann stark war. Jeder dieser Abschnitte umfasste etwa 2,5 km der konföderierten Linie.[58] Auf der Landseite hatten die Konföderierten 22 Geschütze, entlang des Flusses weitere 30, von denen einige so gedreht werden konnten, dass sie auch gegen Ziele auf der Landseite Wirkung zeigten. Andere wurden von der Fluss- auf die Landseite verlegt und durch Attrappen ersetzt.[59] Im Gegensatz zur ebenfalls eingeschlossenen Garnison Vicksburgs, die zuvor in der Schlacht am Champion Hill besiegt worden war, waren Gardners Männer nicht demoralisiert.[60] Etwa 1200–1300 Kavalleristen unter Oberst John Logan hatten sich der Einschließung entziehen können. Von Clinton aus operierten sie in Banks’ Rücken, störten die Verbindungslinien und führten Überfälle durch. Aufgrund ihrer geringen Stärke konnten sie den Verlauf der Belagerung aber nicht wesentlich beeinflussen.[61]
Auf dem Fluss befehligte Farragut fünf Kanonen- und mehrere Mörserboote flussabwärts von Port Hudson. Fünf weitere Kanonenboote waren unter James S. Palmer flussaufwärts auf Station. An Land verfügte Banks über 30–40.000 Mann; die effektive Gefechtsstärke war jedoch vermutlich geringer. Den rechten Flügel bildete die Division von General Gottfried Weitzel. In einem etwa zehn Kilometer langen Halbkreis schlossen sich die Divisionen der Generäle Charles J. Paine, Grover, Augur und Sherman an.[62] Zu Banks' Streitmacht gehörten auch drei Regimenter mit schwarzen Soldaten, die noch von seinem Vorgänger Butler aufgestellt worden waren.[63] Zu Beginn der Belagerung bestand mehr als ein Drittel von Banks' Infanterieregimentern aus Truppen, die sich im Herbst 1862 für neun Monate Dienstzeit verpflichtet hatten. Das erste dieser Regimenter würde im Juni ausgemustert werden, die anderen über die folgenden drei Monate.[64] Die Moral der Unionssoldaten war gut. Sie waren zuversichtlich, dass Port Hudson bald eingenommen würde.[65]
Am 27. Mai waren die beiden Armeen wie folgt gegliedert:[66]
Konföderierte
| Linker Flügel
Oberst I.G.W. Steedman |
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| Zentrum
General William Beall |
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| Rechter Flügel
Oberst William R. Miles |
|
| Schwere Artillerie |
|
| John Logans Kommando[67]
Oberst John Logan |
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Unionstruppen
| Unterstellte Einheiten | |||
|---|---|---|---|
| Rechter Flügel (Brigadegeneral Gottfried Weitzel) | Dwights Division | Van Zandts Brigade |
|
| Thomas' Brigade |
| ||
| Nelsons Brigade |
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| Paines Division | Fearings Brigade |
| |
| Goodings Brigade |
| ||
| Abordnung am Westufer |
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| Weitzels Artillerie |
| ||
| Rechtes Zentrum (Brigadegeneral Cuvier Grover) | Kimballs Brigade |
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| Birges Brigade |
| ||
| Artillerie |
| ||
| Kavallerie |
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| Linkes Zentrum (Generalmajor Christopher C. Augur) | Chaffins Brigade |
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| Dudleys Brigade |
| ||
| Artillerie |
| ||
| Verschiedene |
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| Linker Flügel (Brigadegeneral Thomas W. Sherman) | Dows Brigade |
| |
| Nickersons Brigade |
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| Artillerie |
| ||
| Kavallerie | Griersons Brigade |
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Erster Sturmangriff am 27. Mai
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Banks hielt am Abend des 26. Mai einen Kriegsrat mit seinen Generälen ab. Mehrere seiner Untergebenen rieten von einem direkten Angriff ab, aber Banks entschied sich trotzdem für diese Option und befahl: „Port Hudson muss morgen genommen werden.“ Sein Plan sah einen gleichzeitigen Angriff entlang der gesamten Linie vor. Da der rechte Flügel schwierigeres Gelände zu bewältigen hatte, würden die dortigen Truppen unter General Weitzel allerdings als erste vorrücken.[68] Banks' Befehl war allerdings unklar formuliert- er befahl zwar ein Bombardement bei Tagesanbruch, ließ seinen Divisonskommandeuren aber viel Interpretationsspielraum.[69] und gab auch keine Uhrzeit für den Angriff an.[70]
Die ganze Nacht hindurch feuerten Farraguts Mörserboote auf die konföderierten Stellungen. Um 5.30 dann begannen die Landbatterien auf dem linken Flügel und im Zentrum der Unionslinie das Feuer für eine Stunde. Etwas später, gegen 7 Uhr, fuhren auch die Kanonenboote auf Geschützreichweite heran und feuerten auf die Konföderierten. Sie stellten ihr Feuer jedoch nach einer Stunde ein, um keine eigenen Soldaten zu treffen. Die Konföderierten schlossen unterdessen die letzten Arbeiten an ihren neuen Befestigungen im nördlichen Sektor ab.[71]

Um 6 Uhr begann Weitzel den Angriff auf dem rechten Unionsflügel. Die Konföderierten hatten in einem Wald nördlich ihrer Hauptlinie 500 Männer stationiert. Diese Plänklerlinie verzögerte den Vormarsch der Union eine Stunde lang, verlor dabei aber 200 Mann durch Tod, Verwundung oder Gefangenschaft. Neben dem konföderierten Widerstand machte auch das Gelände den Unionstruppen zu schaffen: Zahlreiche Schluchten und dichter Wald brachten die Schlachtlinien in Unordnung, bevor sie das Nordufer des Little Sandy Creek erreichten.[72] Südlich des Sandy Creek lag Commissary Hill, der „Versorgungshügel“ der Konföderierten. Hinter ihm befanden sich unter anderem die Versorgungsdepots und die Getreidemühle der Garnison. Die Konföderierten hatten hier eine Batterie mit vier Geschützen aufgestellt, die nun das Feuer auf die Nordstaatler eröffnete.[73] Auch das Tal des Little Sandy Creek war durchzogen von Schluchten und Bodenwellen, und die Konföderierten hatten an manchen Stellen auch einen Verhau aus gefällten Bäumen errichtet. Mehrere Regimenter der Union griffen an, verloren jedoch in dem schwierigen Terrain ihre Ordnung und konnten nichts erreichen. Eine weitere Brigade der Union griff weiter westlich an, am „Rindergehege“ (Bull Penn), wo die Konföderierten ihre Rinder schlachteten. Gardner sandte drei Regimenter zur Verstärkung der Verteidiger, und auch dieser Angriff scheiterte.[74] Die Nordstaatler zogen sich ein wenig zurück und suchten sich geschützte Positionen. Von dort aus hielten sie das Feuer auf die Südstaatler aufrecht und brachten auch fünf Artilleriebatterien in Stellung.[75]
Nachdem der Angriff entlang des Little Sandy Creek gescheitert war, ordnete General William Dwight einen Angriff der beiden aus schwarzen Soldaten bestehenden Infanterieregimenter auf dem äußersten rechten Flügel der Unionsarmee an. Die schwarzen Soldaten rückten um 10 Uhr vor. Ihr Angriff zielte auf einen der stärksten Abschnitte der konföderierten Front: Schon früh erlitten sie Flankenfeuer, und nachdem sie bis auf 200 Meter an die konföderierte Linie herangerückt waren beschoss die konföderierte Artillerie sie mit Kartätschen. Die beiden Regimenter feuerten eine Salve ab und zogen sich dann zurück, um sich neu zu sammeln. Vereinzelte weitere Angriffsversuche brachten nichts ein, und die schwarzen Soldaten verlegten sich wie ihre weißen Kameraden darauf, aus ihrer Deckung auf die Konföderierten zu feuern.[76] Ein Angriff von Truppen aus General Grovers Division links von Commissary Hill scheiterte ebenfalls,[77] und gegen Mittag stellten sowohl Grover als auch Weitzel ihre Angriffe ein.[78]
Die beiden anderen Divisionen der Unionsarmee waren bisher noch nicht vorgerückt. Augur im Zentrum wartete auf Banks’ Signal, während Banks darauf wartete, dass Thomas W. Sherman seinen Angriff begann. Sherman hielt den Angriff für „schlimmer als Wahnsinn“ und hatte außerdem verstanden, dass er auf Pioniere warten sollte.[79] Als Banks zur Mittagszeit zu Shermans Abschnitt ritt, fand er den General in seinem Zelt beim Mittagessen. Ein Wortgefecht zwischen den beiden Generälen entbrannte, und Banks ritt zurück zu seinem Hauptquartier, um Sherman absetzen zu lassen. Bevor Shermans designierter Nachfolger die Division erreichte, hatte dieser jedoch gegen 14 Uhr seinen Angriff begonnen.[80] Ihm gegenüber standen die konföderierten Truppen General Bealls, von denen die Hälfte am Morgen zur Unterstützung des linken Flügels geschickt worden war.[81] Die Nordstaatler mussten aber über fast 500 Meter offenes Feld vorrücken und dabei Zäune und gefällte Bäume überwinden. Die konföderierte Artillerie eröffnete das Feuer, und Sherman selbst war eines ihrer ersten Opfer: Er wurde von einem Kartätschenprojektil am Bein verwundet.[82] Seinen beiden Brigaden erging es nicht besser. Einige Hundert Soldaten erreichten zwar den Graben vor den konföderierten Befestigungen, wurden dort jedoch entweder geötet oder zurückgetrieben. Rechts von Sherman scheiterte auch der Angriff einer Brigade von Augur auf das konföderierte Zentrum.[83] Banks wollte auch eine zweite Brigade von Augurs Division in den Kampf werfen. Als er jedoch von Shermans Misserfolg erfuhr, stoppte er dies, und der Kampf endete gegen 18 Uhr.[84] Gardner hatte zwischen 300 und 350 Mann verloren, die meisten davon auf dem linken Flügel. Banks' Verluste dagegen lagen bei fast 2000 Mann, darunter fast 300 Gefallene.[85] Allein die beiden Regimenter mit schwarzen Soldaten hatten um die 600 Mann verloren.[86]
Beginn des Stellungskriegs
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Die Niederlage am 27. Mai erschütterte sowohl die Moral der Nordstaatler als auch ihr Vertrauen in Banks. Die Südstaatler dagegen hofften, dass ihr Gegner jetzt abziehen würde. Diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Im Gegenteil: Banks ließ weitere Infanterieregimenter und Artilleriebatterien kommen und stellte insgesamt 130 Geschütze auf. Die Kriegsschiffe auf dem Mississippi steuerten weitere 50 Geschütze bei, sodass Port Hudson dauerhaft unter Feuer genommen wurde. Die Südstaater feuerten nur selten zurück, da sie Munition sparen mussten. Stattdessen verlegten sie sich darauf, die Schäden zu reparieren. Die Männer beider Seiten litten unter der Sommerhitze, die nur gelegentlich von heftigen Stürmen unterbrochen wurde. Die Konföderierten hatten außerdem noch mit zunehmender Mangelernährung zu kämpfen.[87] Die Nordstaatler errichteten ihre eigenen Befestigungen und trieben diese vorwärts. Dabei dienten Baumwollballen als mobiler Schutz, hinter denen dann die eigentlichen Befestigungen errichtet wurden. Beide Seiten setzten Scharfschützen ein und erschwerten dadurch die Bewegung der Soldaten hinter den Brustwehren.[88] Die Soldaten der Nordstaaten versuchten sich, mit weiten Strohhüten gegen die Hitze zu schützen. Die großen Hüte waren aber für die Scharfschützen gut sichtbar und machten ihre Träger zu Zielen. Die Männer benutzten deswegen stattdessen wieder ihre Käppis, die aber den Nacken nicht vor der Sonne schützen. Die Soldaten wurden außerdem von Stechmücken und von Schnellkäfern geplagt. Letztere krochen den Soldaten beim Schlaf in die Ohren, weswegen sich die Männer schließlich nachts Baumwolle in die Ohren stopften. Die Nordstaatler profitierten aber von einem Rotationssystem, bei dem die Truppen nach einem Tag in den Gräben zwei Tage Erholung erhielten.[89]
Banks' Männer wurden per Schiff von New Orleans aus versorgt, konnten über diese Linie aber kaum ihren ganzen Bedarf decken. Die Nordstaatler lebten deswegen auch vom Land und beschlagnahmten Lebensmittel, Pferde, Wagen und Baumwolle auf beiden Seiten des Mississippi. Besonders betroffen waren dabei die drei Parishes West Baton Rouge, West Feliciana und Pointe Coupee am Westufer des Flusses.[90]
Anfang Juni versuchte Banks, die Bedrohung durch konföderierte Kavallerie in seinem Rücken zu beseitigen. Oberst Benjamin Grierson griff die Konföderierten am 3. Juni mit seiner Kavalleriebrigade bei Clinton an, wurde jedoch zurückgeschlagen. Daraufhin schickte Banks eine größere Streitmacht unter General Paine, die aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie bestand. Paine erreichte am 7. Juni Clinton. Die Konföderierten hatten die Stadt jedoch bereits geräumt, und Paine konnte nur 20 Kranke und Verwundete gefangen nehmen. Danach wandte sich Banks wieder Port Hudson zu. Eine bewaffnete Aufklärung durch zwei Brigaden am 11. Juni scheiterte blutig und kostete die Union mindestens 120 Gefallene, Verwundete oder Gefangene.[91]
Zweiter Sturmangriff am 14. Juni
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Die Kapitulation Port Hudsons schien nur eine Frage der Zeit. Banks wollte die Belagerung aber möglichst schnell zu Ende bringen: Auch seine Männer litten unter Hitze und Krankheiten, die Dienstzeit der 9-Monate-Regimenter neigte sich dem Ende zu und er musste sich auch um die Sicherheit von New Orleans sorgen.[92] Am Morgen des 13. Juni feuerten die Nordstaatler eine Stunde lang aus allen ihren Geschützen auf Port Hudson. Danach forderte Banks Gardner per Emissär nochmals zur Kapitulation auf. Gardner lehnte dies wieder ab. Aus Banks Nachricht schloss er jedoch, dass ein Angriff bevorstand und versetzte seine Männer in Alarmbereitschaft.[93] Die Unionsartillerie nahm ihr Feuer wieder auf und hielt es die ganze Nacht über aufrecht. Banks plante einen Angriff am nächsten Morgen. Die entsprechenden Befehle erteilte er aber erst um 1 Uhr in der Nacht, nur zweieinhalb Stunden vor dem geplanten Angriffsbeginn.[94]
Banks’ Plan sah diesmal keinen Angriff auf breiter Front vor, sondern zwei konzentrierte Attacken: auf Priest’s Cap im linken Zentrum und auf die Citadel am äußersten rechten Flügel der konföderierten Linie.[95] Seit dem 27. Mai hatten die Konföderierten weiter an ihren Befestigungen gearbeitet und diese verstärkt. Nach den Kampfhandlungen am 27. Mai und 11. Juni hatten sie außerdem die Gewehre und Munition gefallener Nordstaatler eingesammelt. Viele Südstaatler warteten deswegen mit zwei geladenen Gewehren auf den Angriff.[96]
General Paine führte drei Unionsbrigaden von Osten her gegen Priest's Cap. Die Konföderierten nahmen die angreifenden Nordstaatler unter massives Feuer, in dem auch Paine verwundet wurde. Drei Regimentern gelang es, über die Brustwehr in die Befestigungen der Südstaatler einzudringen. Der Angriff scheiterte jedoch, und die eingedrungenen Nordstaatler wurden allesamt getötet oder gefangen genommen. Eines der beteiligten Regimenter, das 4. Wisconsin-Infanterieregiment, verlor fast zwei Drittel seiner Stärke. Gleichzeitig mit Paine hätte auch Weitzels Division Priest's Cap von Norden her angreifen sollen. Sein Angriff begann jedoch spät. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Konföderierten Paines Angriff bereits zurückgeschlagen und konnten sich auf Weitzels Männer konzentrieren, die dadurch ebenfalls unter hohen Verlusten scheiterten.[97]
Im Zentrum der Unionslinie unternahm General Augur mit seiner Divisionen einen Ablenkungsangriff, um konföderierte Truppen zu binden. Plänkler und Artillerie feuerten auf die konföderierten Linien. Sie erreichten wenig, erlitten dank ihrer Deckung aber auch wenig Verluste.[98] Weiter südlich attackierte General Dwight die konföderierte Stellung Citadel. Auch dort gelang jedoch kein Durchbruch: Das einzige zählbare Ergebnis war der Gewinn eines Hochpleateaus südlich der konföderierten Linie, auf dem die Nordstaatler in den Tagen danach eine starke Artilleriestellung errichteten. Dies blieb auch der einzige Gewinn von Banks zweitem Angriff, der die Nordstaaten mehr als 1800 Mann kostete. Die Verluste der Konföderierten sind unbekannt, waren aber wahrscheinlich weniger als ein Viertel der Unionsverluste.[99] Auch die Moral der unionistischen Truppen sanke weiter: Ein Soldat beklagte sich beispielsweise, sie würden „schlecht geführt und nutzloserweise abgeschlachtet“. Die klugen Köpfe seien alle „in und nicht "vor Port Hudson".“ Da Gardner nicht aufgeben und Banks nicht abziehen wollte, ging der Stellungskrieg weiter.[100] Banks beklage sich besonders über die Kampfmoral der Regimenter, die sich für neun Monate verpflichtet hatte. In einem davon brach eine offene Meuterei aus, und Banks musste es entwaffnen lassen.[101]
Stellungskrieg und Kapitulation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den folgenden Wochen trieben die Nordstaaten ihre Annäherungsgräben weiter an die konföderierten Linien heran. Die Arbeit war hart, hielt die Truppen aber beschäftigt und half, die Moral etwas zu heben. Banks plante einen weiteren Angriff. Dazu ließ er zwei Stollen unter die konföderierten Linien bei Priest's Gap graben, die mit Pulver gefüllt und gesprengt werden sollten. Danach sollte eine Angriffskolonne aus Freiwilligen die Konföderierten überwältigen und den Weg für die nachrückende Infanterie freimachen. Der Angriff war für Anfang Juli geplant.[102]
In der Zwischenzeit litten die Soldaten beider Seiten unter den Scharfschützen und unter Krankheiten wie Malaria und Skorbut. Insbesondere die Konföderierten waren von den Krankheiten betroffen, da ihnen die Vorräte an Chinin und Brechwurzel ausgegangen waren. Die Nahrungssituation verschlechterte sich auch zunehmends. Bei Beginn der Belagerung hatten die Konföderierten über 10 Tagesrationen Fleisch und Brot verfügt. Die Brotvorräte waren Mitte Juni aufgebraucht. Nun waren die Konföderierten vollständig von ihrer eigenen Getreidemühle abhängig. Zwar beschädigten die Nordstaatler diese einmal, doch mithilfe einer Lokomotive improvisierten die Konföderierten eine neue.[103] Ende Juni betrug die tägliche Ration noch drei Maiskolben. Die Konföderierten aßen Ratten und schlachteten Pferde und Maultiere, was sie teilweise mit Humor nahmen. Aber selbst diese Nahrungsquellen würden Mitte Juli versiegen. Mehr und mehr Konföderierte desertierten.[104] Auch die in Port Hudson verbliebenen Zivilisten litten unter der Nahrungsmittelknappheit. Lazarettaufzeichnungen und Tagebucheinträge belegen außerdem, dass mindestens vier Zivilisten während der Belagerung verwundet wurden, zwei davon tödlich.[105]
Um Port Hudson zu helfen, wollte der konföderierte General Taylor westlich des Mississippi New Orleans bedrohen. Ende Juni gelangen ihm mehrere Erfolge, und General William H. Emory in New Orleans bat Banks um Verstärkung. Taylor hatte jedoch keine Transportmittel, um die am Ostufer des Mississippi gelegene Stadt anzugreifen. Er verlegte sich darauf, mit seiner Artillerie den Schiffsverkehr zwischen Port Hudson und New Orleans zu stören. Banks sorgte sich weniger um Taylor. Er befürchtete aber einen Aufstand in New Orleans und trieb die Vorbereitungen für seinen nächsten Angriff voran.[106]
Dieser wurde jedoch nicht notwendig: Am 4. Juli kapitulierte General Pemberton in Vicksburg. Ein Dampfschiff der Union überbrachte Banks die Nachricht am 7. Juli. Banks ließ seine Soldaten informieren, ordnete einen Salut aus 100 Geschützen an und ließ Gardner eine Kopie von Grants Nachricht überbringen. Gardner rief seine Offiziere zu einem Kriegsrat zusammen. Mit dem Fall Vicksburgs gab es keinen Grund, weiter in Port Hudson auszuhalten. Kurz nach Mitternacht am 8. Juli wurde eine Waffenruhe vereinbart, und am nächsten Morgen trafen sich Offiziere beider Seiten, um die Kapitulationsbedingungen auszuhandeln. Die Nordstaatler verlangten eine sofortige Kapitulation. Die Konföderierten spielten dagegen auf Zeit, damit einige Soldaten noch durch die unionistischen Linien entkommen konnten. Schließlich unterzeichneten Banks und Gardner um 14 Uhr die Kapitulationsdokumente. Die Übergabezeremonie sollte aber erst am nächsten Morgen stattfinden. Die Nordstaatler sandten Proviant nach Port Hudson, während einige Konföderierte schwimmend, auf Flößen oder sich durch die Linien hindurchschleichend entkamen.[107] Die Kapitulationsbedingungen sahen eine bedingungslose Kapitulation vor. Gardner übergab Port Hudson mitsamt jeglichem Kriegsmaterial dort, und die Offiziere und Soldaten gingen in Kriegsgefangenschaft.[108]
Am nächsten Tag marschierten die Nordstaaten in Port Hudson ein. 405 konföderierte Offiziere und 5935 Soldaten ergaben sich.[109] Fast die Hälfte der Konföderierten war zu schwach oder krank, um der Übergabe beizuwohnen. Die Nordstaaten eroberten außerdem 51 Geschütze, einige davon allerdings beschädigt.[110] Banks entschied, die konföderierten Soldaten auf Ehrenwort zu entlassen. Dabei unterlief ihm aber ein formaler Fehler: Die Erklärungen der Soldaten mussten von einem konföderierten Offizier bestätigt werden. Gardner konnte dies als Kriegsgefangener nicht tun, und die konföderierte Regierung erklärte die Ehrenworte später für ungültig. Die Soldaten erhielten Urlaub bis zum 15. September und wurden dann reorganisiert und wieder eingesetzt.[111]
Gardners Kapitulation beendete die mit 48 Tage längste Belagerung der amerikanischen Militärgeschichte.[112] Die Eroberung Port Hudsons kostete die Nordstaaten mehr als 4600 Gefallene, Verwundete oder Vermisste. Weitere Nordstaatler starben an Krankheiten und Sonnenstich. Die Verluste der Konföderierten betrugen 671 Gefallene und Verwundete und etwa 200 Männer, die an Krankheit gestorben waren.[113]
Nachwirkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Strategische Bedeutung und Bewertung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit den Kapitulationen von Vicksburg und Port Hudson war die Konföderation in zwei Hälften gespalten und der Mississippi wieder frei für die Nordstaaten. Am 16. Juli erreichte ein Handelsschiff von St. Louis aus New Orleans.[114] Die Öffnung des Mississippi linderte die politische Unzufriedenheit im Mittleren Westen. Die Konföderierten konnten nun keine Nahrungsmittel mehr von der West- auf die Ostseite des Flusses bringen und ihre Truppen westlich des Mississippi nicht mehr mit Militärgütern aus dem Osten ausrüsten.[115]
Die strategische Bedeutung des Falls von Port Hudson war dabei eher gering[116]: Der Fall Vicksburgs besiegelte auch das Schicksal Port Hudsons.[117] Aufgrund der engen Verknüpfung mit Vicksburg wurde Port Hudson in der Geschichtsschreibung nach dem Krieg oft zur Fußnote des Vicksburg-Feldzugs. Eine erste systematische und wissenschaftliche Aufarbeitung des Kampfes um Port Hudson erfolgte erst 1963.[118]
Die gegenseitige Verbindung der beiden Feldzüge gilt aber, wie der Historiker T. Harry Williams argumentiert, in beiden Richtungen: Wäre Port Hudson früher gefallen, dann hätten Banks' Truppen Grant vor Vicksburg verstärken und die Kapitulation jener Stadt beschleunigen können.[119] Der Widerstand der Konföderierten bei Port Hudson verzögerte außerdem unionistische Vorstöße gegen die Hafenstadt Mobile und gegen Texas.[120] Das Urteil der meisten Historiker über den konföderierten Befehlshaber Franklin Gardner fällt deswegen zumeist positiv aus. Edward Cunningham urteilte 1963 beispielsweise, Gardner habe seine Garnison „wie eine gut geölte Maschine“ geführt. Zusammen mit seinen Männern habe er Port Hudson in ein „Schlachthaus“ für die Unionssoldaten verwandelt. Gardner suchte seine zahlenmäßige Unterlegenheit durch Landminen und andere improvisierte Kriegsmittel auszugleichen; zudem hielt er stets eine Reserve zurück. Als die Besatzung Maultiere schlachten musste, ging er mit gutem Beispiel voran und ließ sich 15 Pfund vom ersten Tier für seine Offiziersmesse bringen. Damit förderte er die Akzeptanz diese Nahrungsquelle unter seinen Männern. Cunningham kritisierte allerdings, dass Gardners Verteidigung passiv blieb. Nach den erfolglosen Angriffen der Union am 27. Mai und 14. Juni führte er beispielsweise keinen Gegenangriff durch. Ein solcher hätte aber laut Cunningham insbesondere am 14. Juni bei Priest's Cap die Chance geboten, die Belagerung aufzubrechen.[121] Diese Kritik wurde 1987 von Lawrence Lee Hewitt zurückgewiesen. Gardners Auftrag sei es gewesen, Port Hudson zu halten und eben nicht zu evakuieren. Ausfälle und Gegenangriffe hätten Verluste an Männern und Munition gebracht und waren damit auch nicht im Sinne seines Auftrages. Die einzige Hoffnung für Port Hudson war in dieser Auslegung ein Entsatz von außen. Einen solchen Entsatzangriff brauchte allerdings auch Vicksburg, und die Konföderation konzentrierte ihre Truppen dort statt bei Port Hudson. Taylors Truppen gelang es zwar, Banks' Nachschublinie über den Mississippi nach New Orleans zu stören, allerdings kam dies zu spät.[122] Taylor beklagte sich nach dem Krieg über diesen Aspekt der konföderierten Kriegsführung: „Die Politik, große Truppenverbände in Befestigungen einzuschließen, ohne dass in der Nähe eine Entsatzarmee bereitstand, kann nicht zu scharf getadelt werden.“[123]
Kontroverser wird dagegen Gardners Gegner Banks diskutiert. Dies fängt schon bei seinem Feldzug in West-Louisiana an, der ihn schließlich von Norden her nach Port Hudson führte. In seiner Studie zu „politischen Generälen“ aus dem Jahr 2006 warf David Work Banks vor, dass er einen zeitraubenden Umweg nahm. Damit habe er seine Befehle ignoriert, die die Öffnung des Mississippi als eindeutige Priorität vorsahen.[124] Andere Historiker haben dagegen die Erfolge von Banks' Feldzug in West-Louisiana hervorgehoben: Er eroberte Alexandria, hielt die Truppen der Konföderierten westlich des Mississippi beschäftigt, zerstörte und beschlagnahmte große Mengen an Nahrungsmitteln und brachte seine Armee schließlich in eine Position, von der aus er sowohl gegen Port Hudson oder Vicksburg schlagen konnte. Der Bayou-Teche-Feldzug sei deswegen der Höhepunkt von Banks' militärischer Karriere gewesen.[125] Banks' Angriffe am 27. Mai und 14. Juni dagegen werden einhelliger negativ bewertet. Der Angriff am 27. Mai kam zum falschen Zeitpunkt: Bei einem Angriff an den beiden Tagen davor wären die konföderierten Befestigungen auf dem linken Flügel noch nicht fertig gewesen. Bei einem späteren Angriff dagegen hätten die Nordstaaten mehr Zeit für die Aufklärung und Erkundung gehabt.[126] Der Angriff selbst wird als schlecht geplant und schlecht durchgeführt beschrieben.[127] Die ihm unterstellten Generäle tragen jedoch auch einen Teil der Verantwortung hierfür, da sie es nicht schaffen, gleichzeitig und abgestimmt anzugreifen.[128] Hervorgehoben wird dagegen Banks’ Aggressivität, Hartnäckigkeit und Tapferkeit. Ihm fehlte es an militärischer Erfahrung, jedoch zeigte er ein gutes Verständnis für moderne Taktiken, wie sein Einsatz starker Plänklerformationen zeigte.[129]
Einsatz schwarzer Soldaten
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Der Angriff am 27. Mai war das erste größere Gefecht, an dem schwarze Soldaten der Unionsarmee teilnahmen. Banks war anfänglich gegenüber der Rekrutierung schwarzer Soldaten skeptisch gewesen und hatte sie nur langsam vorangetrieben. Die Leistung der Schwarzen bei Port Hudson beeindruckte ihn jedoch, und er vertiefte seine Rekrutierungsanstrengungen. Bis Kriegsende stellte er 25 Regimenter auf und rekrutierte mehr schwarze Soldaten für das Unionsheer als jeder andere General.[130] Banks lobte seine schwarzen Soldaten auch in seinem offiziellen Bericht zu Port Hudson:
“It gives me pleasure to report that they answered every expectation. In many respects their conduct was heroic. [...] Whatever doubt may have existed heretofore as to the efficiency of organizations of this character, the history of this day proves conclusively [...] that the Government will find in this class of troops effective supporters and defenders.”
„Es erfüllt mich mit Freude berichten zu können, dass sie alle Erwartungen erfüllt haben. In vielerlei Hinsicht war ihr Verhalten heldenhaft. [...] Welche Zweifel auch immer zuvor an der Leistungsfähigkeit von Organisationen dieser Art bestanden haben mögen, die Ereignisse dieses Tages beweisen [...] eindeutig, dass die Regierung in dieser Truppe wirksame Unterstützer und Verteidiger finden wird.“[131]
Die New York Times griff Banks' Bericht am 11. Juni auf und schrieb: „Es ist nicht länger möglich, an der Tapferkeit und Standhaftigkeit der farbigen Rasse zu zweifeln, wenn sie richtig geführt wird.“ Auch andere Zeitungen berichteten vom Angriff der schwarzen Regimenter, schmückten diesen dabei aber oft noch weiter aus. So gab es Berichte von Bajonettangriffen und blutigem Nahkampf, obwohl die beiden Regimenter in Wahrheit nicht so nah an die konföderierten Linien gekommen waren. Diese Übertreibungen führten sowohl bei Gardners als auch bei Banks' Soldaten teils Widerstand, teils Gegenübertreibungen hervor. Der Historiker Lawrence Lee Hewitt kam in seiner Studie zur Schlacht zum Schluss, dass die Wahrheit in der Mitte liege. Die beiden Regimenter hätten die Befestigungen zwar nicht erreicht, doch sei dies geradezu eine unmögliche Aufgabe gewesen. Die schwarzen Soldaten hatten die zweithöchste Verlustrate aller beteiligten US-Verbände, und viele weiße Verbände rückten deutlich weniger energisch vor. Das Lob für die schwarzen Soldaten sei deswegen verdient gewesen, wenn es auch ein wenig übertrieben wurde.[132]
Unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt hatte die Berichterstattung über den Angriff der Schwarzen bei Port Hudson darüber hinaus durchaus reale Auswirkungen: Sie motivierte weitere Schwarze, sich dem Unionsheer anzuschließen und räumte Vorurteile der Weißen aus.[133] Der taktische Fehlschlag der beiden Regimenter wurde dadurch in seiner Symbolwirkung zu einem Erfolg.[134] Unterstützt wurde dies auch durch die Eroberung des Mississippitales: Rund ein Drittel der schwarzen Soldaten, die für die Union kämpften, stammten aus dieser Region.[135]
Gedenken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das nördliche Drittel der ehemaligen Befestigungslinien ist durch den State Park Port Hudson State Historic Site erschlossen. Auch die anderen Befestigungen auf der Landseite sind größtenteils noch erhalten, befinden sich aber im Privatbesitz. Die Befestigungen auf der Seeseite dagegen wurden durch den Mississippi weggespült.[136] Rund drei Kilometer südlich von Port Hudson liegt der Port Hudson National Cemetery.[137]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Edward Cunningham (1963). The Port Hudson Campaign 1862–1863. Louisiana State University Press. ISBN 978-0-8071-1925-9.
- Earl J. Hess (2021). „Vicksburg and Port Hudson“. In Lorien Foote und Earl J. Hess (Hrsg.), The Oxford Handbook of the American Civil War online edn, Oxford Academic, https://doi.org/10.1093/oxfordhb/9780190903053.013.24, S. 358–375.
- Lawrence Lee Hewitt (1987). Port Hudson, Confederate Bastion on the Mississippi. Louisiana State University Press. ISBN 0-8071-1961-X.
- William S. Shea und Terrence J. Winschel (2003). Vicksburg Is the Key: The Struggle for the Mississippi River. University of Nebraska Press. ISBN 978-0-8032-9344-1.
- United States War Department: The War of the Rebellion: a Compilation of the Official Records of the Union and Confederate Armies. Govt. Print. Off., Washington 1880–1901. Hier vor allem
- John D. Winters (1963). The Civil War in Louisiana. Louisiana State University Press, 1963, ISBN 0-8071-0834-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 121
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 121
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 121
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 121
- ↑ Hewitt, Port Hudson, Confederate Bastion on the Mississippi, S. 1
- ↑ James McPherson, Battle Cry of Freedom. Oxford University Press, New York 1988, ISBN 0-19-503863-0, S. 593
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 3f.
- ↑ Hewitt, Port Hudson, Confederate Bastion on the Mississippi, S. 2
- ↑ James McPherson, Battle Cry of Freedom. Oxford University Press, New York 1988, ISBN 0-19-503863-0, S. 396–403, 415, 417–420.
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 5
- ↑ Hewitt, Port Hudson, Confederate Bastion on the Mississippi, S. 3f.
- ↑ Hewitt, Port Hudson, Confederate Bastion on the Mississippi, S. 4.f
- ↑ Vor 1872 mündete der Red River nicht in den Atchafalaya River, sondern in den Mississippi. Siehe Marion Bragg (1973): Historic names and places on the lower Mississippi River, Mississippi River Commission, Vicksburg, Mississippi, S. 193f.
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 6ff.
- ↑ Shea und Winschel, Vicksburg is the Key, S. 18
- ↑ Hewitt, Port Hudson, Confederate Bastion on the Mississippi, S. 6, 10ff.
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- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 19, 21
- ↑ Official Records, Serie 1, Band 15, S. 1032
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- ↑ Shea und Winschel, Vicksburg Is the Key: The Struggle for the Mississippi River, S. 192
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- ↑ Shea und Winschel, Vicksburg Is the Key: The Struggle for the Mississippi River, S. 192, James G. Hollandsworth, Jr.: Nine-Months Men at Port Hudson: Did They Make a Difference?. Louisiana History: The Journal of the Louisiana Historical Association, Band 46, Nummer 1 (Winter 2005), S. 27–46, hier S. 37f.
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- ↑ David Work, Lincoln's Political Generals, University of Illinois Press 2009, S. 199
- ↑ James G. Hollandsworth, Jr.: Nine-Months Men at Port Hudson: Did They Make a Difference?. Louisiana History: The Journal of the Louisiana Historical Association, Band 46, Nummer 1 (Winter 2005), S. 27–46, hier S. 31 33, 37
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- ↑ Shea und Winschel, Vicksburg Is the Key: The Struggle for the Mississippi River, S. 198
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 79
- ↑ Hewitt, Port Hudson, Confederate Bastion on the Mississippi, S. 171
- ↑ Shea und Winschel, Vicksburg Is the Key: The Struggle for the Mississippi River, S. 198f.
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 82f.
- ↑ Shea und Winschel, Vicksburg Is the Key: The Struggle for the Mississippi River, S. 199ff. Shea und Winschel bezeichnen Grover als Kommandeur dieses Angriffs, Grover hatte jedoch als Befehlshaber des rechten Unionsflügels den Oberbefehl über sowohl Paines als auch Weitzels Division, siehe Winters, The Civil War in Louisiana., S. 268
- ↑ Winters, The Civil War in Louisiana, S. 271, Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 90
- ↑ Shea und Winschel, Vicksburg Is the Key: The Struggle for the Mississippi River, S. 201
- ↑ Hewitt, Port Hudson, Confederate Bastion on the Mississippi, S. 171f.
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 112
- ↑ Shea und Winschel, Vicksburg Is the Key: The Struggle for the Mississippi River, S. 201
- ↑ Cunningham, The Port Hudson Campaign 1862–1863, S. 97f.
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