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Francium [ˈfrantsi̯ʊm] ist ein radioaktives chemisches Element mit dem Elementsymbol Fr und der Ordnungszahl 87. Im Periodensystem steht es in der 1. Hauptgruppe, bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und gehört zu den Alkalimetallen. Francium ist das schwerste bekannte Alkalimetall.
Francium besitzt von allen Elementen bis zur Ordnungszahl 103 die in ihrer Gesamtheit instabilsten Isotope. Selbst das langlebigste Francium-Isotop 223Fr besitzt eine Halbwertszeit von nur 22 Minuten. Dieses kommt in Spuren in Uranerzen vor, da es in der Uran-Actinium-Reihe zu etwa 1 % beim Zerfall von 227Ac entsteht. In geringen Mengen werden Francium-Isotope in Forschungseinrichtungen wie dem CERN erzeugt. Bislang konnten keine wägbaren Mengen des Elementes gewonnen werden, so dass es nur in Form weniger Atome oder sehr verdünnter Lösungen untersucht werden konnte. Darum sind viele physikalische und chemische Eigenschaften bislang unbekannt und nur theoretisch berechnet worden. Außerhalb der physikalischen Grundlagenforschung hat Francium keine Bedeutung.
Vorhergesagt wurde die Existenz des Franciums schon von Dmitri Mendelejew, entdeckt wurde es 1939 von Marguerite Perey am Institut du Radium in Paris bei der Beobachtung des Zerfalls von 227Ac und der Feststellung, dass sich das Zerfallsprodukt chemisch wie Caesium verhielt, also ein Alkalimetall sein musste.
Die Ophiuride (von altgriechisch ὀφίουρος ophíouros [auch ophíuros] „schlangenschwänzig“ und εἶδος eidos „Gestalt“)– auch Schlangenschwanzlinie genannt – erhielt ihren Namen aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit den Ophiuroidea, den Schlangensternen. Ihr Graph entspricht dem einer kubischen Funktion. In impliziter Form lässt sie sich durch folgende Gleichung beschreiben:
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Darin sind und die zueinander rechtwinklig stehenden Seiten des sogenannten Rechtwinkelhakens, der die Form und Lage der Ophiuride bestimmt.
Die Kurve wurde 1809 von Diedrich Uhlhorn veröffentlicht. Für ihre zeichnerische Darstellung existieren spezielle Konstruktionsmethoden. Auffällig ist ihre enge Verwandtschaft zu den Rollkurven, insbesondere zu zwei Rollkurven im weiteren Sinne: der Lotfußpunktkurve einer Parabel sowie der Zissoide des Diokles. Die Ophiuride ermöglicht das geometrische Lösen zweier zentraler klassischer Probleme der Antike: Zum einen die Würfelverdoppelung, also die Konstruktion eines Würfels mit doppeltem Volumen eines gegebenen Würfels und andererseits die Dreiteilung eines Winkels, bei der ein beliebiger Winkel in drei gleiche Teile zerlegt wird. Aufgrund dieser Eigenschaften ist gewährleistet, dass sich mit Hilfe der Ophiuride alle kubischen Gleichungen geometrisch lösen lassen.
Der Lykurgos-Becher (selten auch latinisiert Lycurgus-Becher oder eingedeutscht Lykurg-Becher sowie in Schreibvarianten ohne Bindestrich) ist ein fast vollständig erhaltener römischer Diatretbecher (‚Netzbecher‘) aus dem 3. oder 4. Jahrhundert n. Chr., der zur Sammlung des British Museums gehört. Der Becher ist in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich, zum einen im Hinblick auf die Verarbeitung des Glases, zum anderen wegen seiner optischen Effekte. Der glockenförmige Becher zeigt in einem umlaufenden Fries aus Glasfiguren den Kampf des mythischen thrakischen Königs Lykurgos mit dem Weingott Dionysos und dessen Gefolge. Mehrere Elemente des antiken Mythos, die zeitlich eigentlich voneinander getrennt sind, wurden dabei zu einer geschlossenen Bildkomposition verbunden. Die lebendig wirkende, dynamische Gestaltung der dargestellten Szene gilt als Meisterleistung der antiken Glaskunst. Die Hauptfiguren sind dreidimensional gestaltet und stehen damit deutlich vom Becher ab; die sonstigen Verzierungen des Gefäßes sind vollplastisch gearbeitet und lediglich durch kleine Glasbrücken mit der inneren Becherwand verbunden, sodass sie ein gitterartiges Netz rund um diese bilden.
Gabriel Cornelius Ritter von Max (* 23. August 1840 in Prag, Kaisertum Österreich; † 24. November 1915 in München; bis 1900 Gabriel Cornelius Max) war ein deutscher Maler, Professor für Historienmalerei an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München und naturkundlicher Sammler. Seine Sammlung umfasste zwischen 60.000 und 80.000 Objekte und gliederte sich in die Bereiche Zoologie, Anthropologie, Ethnologie und Prähistorie. Sie wird heute in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim ausgestellt.
Von Max hatte eine akademische Ausbildung und gehörte der Münchner Schule an. Von modernen Kunstströmungen blieb er stilistisch unbeeinflusst. Seine Motive waren von hoher Emotionalität und sprachen den Geschmack des zeitgenössischen Publikums an. Er malte leidende Frauen (Märtyrerin am Kreuz) und religiöse Sujets (Christuskopf auf dem Schweisstuch der Hl. Veronika), die später in Okkultismus und Spiritismus umschlugen (Die ekstatische Jungfrau, Die Seherin von Prevorst). Sein naturwissenschaftliches Interesse manifestierte sich auch in seinen Bildern (Der Anatom). Besonders bekannt sind seine Affenbilder (Affen als Kunstrichter, Affe vor Skelett). Er hielt selbst Affen, die er als Modell benutzte und erforschte. Obgleich von Max zu seinen Lebzeiten sehr populär und erfolgreich war, lebte er zurückgezogen. Nach seinem Tod geriet er in Vergessenheit.
Frontispiz und Titelblatt von John Tolands antikatholischem Traktat Hypatia: Or the History of a most beautiful, most vertuous, most learned, and every way accomplish’d Lady