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Artur Brausewetter, Porträt von 1930 aus der Denkschrift Rettet die Marienkirche in Danzig
Artur Brausewetter (27. März 1864 in Stettin; † 26. Dezember 1946 in Heidelberg) war ein deutscher evangelischer Theologe und Schriftsteller. Er gilt als einer der bekanntesten Danziger Theologen und als der wohl meistgelesene Danziger Schriftsteller in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Brausewetter wirkte mehr als vier Jahrzehnte an der Oberpfarrkirche St. Marien in Danzig, zunächst ab 1893 als Diakon, später ab 1908 als Archidiakon. 1933/34 wurde er von den Deutschen Christen aus dem Amt gedrängt und in den Ruhestand versetzt. Seine theologische Ausrichtung war vom Konfessionalismus geprägt. Politisch stand er dem Nationalkonservatismus nahe, einem politischen Typus, der unter den Pfarrern der Weimarer Republik weit verbreitet war. Als Vortragsredner trat er auf politischen Veranstaltungen der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) auf. Neben seiner kirchlichen Tätigkeit verfasste Brausewetter rund 50 Heimat- und Unterhaltungsromane, die in Danzig, Zoppot sowie in den Regionen Pommern und Ostpreußen angesiedelt sind. Sein literarisches Werk wird dem Realismus zugeordnet.
Die Dornoch Light Railway war eine Bahnstrecke in Schottland, die von 1902 bis 1960 betrieben wurde. Sie diente der Anbindung von Dornoch, dem Hauptort der in den Northwest Highlands im Norden Schottlands liegenden traditionellen Grafschaft Sutherland, an das britische Eisenbahnnetz. Erbaut wurde sie von der gleichnamigen Eisenbahngesellschaft, die mit dem Betrieb die Highland Railway beauftragte. Infolge des Railways Act 1921 kam die Bahnstrecke 1923 zur London, Midland and Scottish Railway (LMS), 1948 ging sie zusammen mit der LMS infolge des Transport Act 1947 an die neugegründete Staatsbahn British Railways (BR). Infolge sinkender Nachfrage und zunehmender Konkurrenz des Straßenverkehrs stellte BR den Betrieb der Strecke 1960 ein und ließ die Gleise anschließend abbauen.
Europa Regina, kolorierter Holzschnitt und Typendruck. Augsburg 1534.
Europa regina (lateinisch für ‚Königin Europa‘) nennt man eine anthropomorphe Landkarte des europäischen Kontinents in der Gestalt einer Königin mit den Reichskleinodien. Das Motiv kombiniert die meist nach Westen ausgerichtete kartographische Darstellung des Kontinents mit der figürlichen Darstellung der Königstochter Europa aus der griechischen Mythologie.
Der Typus entstand in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts als sichtbares Argument für eine Vereinigung Europas, die der Kaiser schaffen sollte. Varianten der Karte wurden als mnemotechnische Hilfsmittel genutzt, um sich die Topographie Europas besser einprägen können. Unter Kartographen blieb der Typus bis weit ins 18. Jahrhundert populär.
Als Granita Deal (auch Granita-Abkommen / Granita-Pakt oder Blair-Brown-Deal genannt) wird eine politische Übereinkunft zwischen den beiden Labour-Politikern Tony Blair und Gordon Brown bezeichnet. Das Abkommen kam im Mai 1994 nach dem überraschenden Tod von Labour-Führer John Smith zustande. Blair und Brown einigten sich mit dem Granita Deal darauf, dass Tony Blair bei der anstehenden Wahl als Kandidat des progressiven Reformerflügels für die Parteiführung der Labour-Partei kandidierte. Gordon Brown stellte dafür seine eigenen Ambitionen auf den Parteivorsitz zunächst zurück, ließ Tony Blair den Vortritt und unterstützte offen dessen Kandidatur. Im Gegenzug verpflichtete sich Blair auf weitreichende Zugeständnisse gegenüber Brown, dem im Fall eines Wahlsiegs von Labour sowohl das Amt des Schatzkanzlers zugestanden als auch die innenpolitische Agenda weitgehend überlassen wurde. Dazu kündigte Blair an, seine politische Karriere nicht immer einfach fortzusetzen, sondern Brown die Macht an einem bestimmten Punkt zu überlassen bzw. diesen dann bei seiner Kandidatur zu unterstützen. Nach dem Wahlsieg Labours im Jahr 1997 bildeten Blair und Brown die Regierung gemäß der zuvor getroffenen Vereinbarungen. Die Existenz des Abkommens wurde von den beiden Protagonisten zunächst bestritten, später jedoch unabhängig voneinander bestätigt.